Moxibustion,
Gua Sha,
Schröpfen

Moxibustion ist das Erwärmen ausgewählter Akupunkturpunkte mittels hochwertig aufbereitetem brennendem Moxakraut (Beifuß, Artemisia vulgaris).

Bei der Schröpfbehandlung werden Schröpfgläser erhitzt, ein Unterdruck entsteht und sie können so saugartig auf die Haut gesetzt werden.

Gua Sha ist der Schröpftherapie ähnlich. Durch Reiben auf der Hautoberfläche mit einem abgerundeten Gegenstand entsteht eine Hyperthermie (Überwärmung), wodurch pathogene Faktoren an die Oberfläche gebracht und von der körpereigenen Abwehr ausgeleitet werden können.

Moxibustion

Moxibustion ist ein altes Naturheilverfahren, welches auch in der chinesischen Medizin schon zu früher Zeit eingesetzt wurde. Mittels Moxakraut werden gezielt einzelne Akupunkturpunkte, größere Flächen oder auch Schmerzareale z.B. Gelenke erwärmt.

Das Gewebe wird besser durchblutet, der Stoffwechsel im Gewebe aktiviert. Durch Haut-Organ-Reiz wird die Organfunktion angeregt. Die Körperabwehr wird sowohl lokal wie allgemein stimuliert. Eine Moxabehandlung hat eine beruhigende Wirkung und kann prophylaktisch (zur Gesundheitsvorsorge) eingesetzt werden.

Beispielhafte Anwendungen
• Abwehrschwäche
• Rheuma
• degenerative Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankung
• Magen-Darm-Beschwerden,
• Kopfschmerz
• Blasen- und Nierenschwäche
• Unfruchtbarkeit, Regelstörungen
• Korrektur der Steißlage des Ungeborenen

Was ist Moxakraut?
Moxakraut (Beifuß, Arthemisia vulgaris) enthält ätherische Öle, wie Cineol und Thujaöl. Weitere Bestandteile sind das Cholin, Baumharze, die Vitamine A, B, C und D, das Tannin, Kaliumchlorid, Eisen und Magnesium.

"Dringen Kälte und Wind in den Körper ein, behandle man mit Moxa." Bian Gue Shiun Shu

Schröpfen

"Mit Akupunktur und Schröpfen lassen sich mehr als die Hälfte aller Krankheiten heilen." altes chinesisches Sprichwort (Zhao Xueming)

In vielen Kulturen ist Schröpfen als ausleitendes Verfahren bekannt. Bei diesem Verfahren geht es hauptsächlich darum, das Gewebe zu aktivieren, körperfremde Stoffe an die Oberfläche zu bringen und auszuleiten.

Behandlungsablauf
Es wird mit Feuer in Glaskugeln/Schröpfköpfen ein Unterdruck erzeugt und die Glaskugeln schnell auf der Haut platziert. Durch den Unterdruck kann sich das Hautareal rot bis leicht bläulich verfärben, je nach Beschwerdebild. Diese Flecken verschwinden in der Regel nach 1-2 Tagen wieder.

Beispielhafte Anwendungen
• Asthma, Erklältungen, Husten
• Hauterkrankungen
• Verdauungstörungen

Der Schröpfvorgang wird einzeln oder auch kombiniert mit Akupunktur eingesetzt. Daneben wirken Schröpfmassagen wohltuend, belebend, das Immunsystem stimulierend, entspannend.

Gua Sha

Gua (schaben, reiben) Sha (sandartiger Hautausschlag) kann als eigenständige Therapie durchgeführt werden. Diese Technik hat ihre Wurzeln in der chinesischen Volksheilkunde. Sie ist der Schröpftherapie ähnlich. Auch sie erzeugt Wärme und kann Krankheit verursachende Faktoren (zum Beispiel "Kälte", "Wind") an die Oberfläche bringen und den Körper bei der Ausleitung unterstützen.

Bei akuten Erkrankungen kann es die Heilung beschleunigen und verhindern, dass sich diese festsetzt (beispielsweise bei den ersten Anzeichen einer Erkältung oder Steifheit und leichten Schmerzen sowie Schmerzen mit Bewegungseinschränkungen).

Behandlungsablauf

Durch das Ausüben von Druck mit den Fingern auf die Haut wird überprüft, ob belastete Stellen vorhanden sind. Diagnostizierte Schmerzpunkte werden ebenso berücksichtigt. Danach erfolgt das Schaben (Gua) strichweise nebeneinander entlang den Leitbahnverläufen auf eingeölter Haut. Rote bis bläuliche – auch purpurfarbene - erhabene Läsionen auf der Hauptoberfläche zeigen die Anwesenheit des Sha-verursachende Pathogens an. Der größte Teil des Sha (Hautausschlag) verschwindet nach 2-3 Tagen. Nach der Behandlung sollte auf ein Sonnenbad verzichtet und der Körper vor Zugluft geschützt werden.

Beispielhafte Anwendungen
• Erkältung
• Erkrankung der oberen Luftwege, auch mit Hitze (Fieber)
• Schmerzen
• Verhärtungen und Steifheit von Muskeln und Bändern
• Kopfschmerzen
• Migräne.

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